The 2017 Jesusheavenrace

Der alljährliche Roadtrip ging in die 16. Runde. Diesmal lautete der Untertitel: Baltic Drive.

Der Youtube-Hit „Oida“ der Polin Ewa Placzynska bestärkte uns in unserem Vorhaben nach Polen aufzubrechen. Oida sollte ein Running-Gag werden. Wer’s nicht kennt, bitteschön:

Beim Auffahren auf die Autobahn in die falsche Richtung kam nur ein „Oida“ von der Rückbank. Wir hatten uns ursprünglich ausgemacht nach Bosnien zu fahren, entschieden uns aber kurzfristig dazu, nach Polen zu Reisen.

Die Route

Danzig stand auf unserer Wunschliste schon länger ganz oben, nur die Temperaturen hielten uns im lauen Frühling immer davon ab gegen Norden zu fahren. Doch dieses Jahr war es soweit. Wir nahmen uns vor bis nach Danzig zu fahren und über Deutschland wieder nachhause.

 

Abfahrt

Los gings um 20:00 in St. Valentin. Nach 65km bei Pöchlarn hatten wir den ersten Stau. An einer Tankstelle in Excalibur City kauften wir die tschechische Vignette. Es folgte eine Nachtetappe auf Bundesstrassen über Znaim und Ostrau. Von 02:00-06:00 übernahm Matthias das Lenkrad. Da sind schon mal 200km „Salzburgerstrasse“ mit extrem vielen LKWs dabei. Bald danach beginnt aber die Autobahn in Polen und die ist absolut toll ausgebaut. Die erste Tankfüllung war um 06 Uhr morgens aufgebraucht.

Danzig

Unser Ziel war noch 2 Stunden entfernt und wir kamen gerade rechtetzeitig zum Frühstück um 08:05 Uhr in Danzig an. An der Mottlau zwischen Rechtstadt und Speicherinsel verspeisten wir ein Frühstück um anschließend einen kleinen Rundgang durch die Markthalle zu machen, am Bankomaten Zsloty herunterzulassen und die Lieben zuhause anzurufen.

Krantor
Speicherinsel mit Polska Filharmonia Baltycka
Hilton Gdansk

Krantor an der Motlau

Sopot

Wir fuhren weiter nach Sopot um dort am Strand mal etwas auszuruhen und das erste Polnische Bier zu trinken.

Sandstrand in Sopot Richtung Gdynia

Campingplatz Metropolis
Strandbar in Sopot
Am Weg zum Strand vorbei am Restaurant Koliba
Riesige Birken

Am Rande von Sopot befindet sich der Campingplatz Metropolis. Wir kamen dort um 12:45 an und widmeten uns den mitgebrachten Kletzerln und Gurkerln.

Zum Strand in Wirtshaus Koliba auf Teigtascherl, der Nationalspeise „Piroggen“. Ein uriges Retaurant mitten im Wald zwischen Stadt und Ostsee. Mit dem Taxi gings am späten Nachmittag nach Danzig. Die erste Müdigkeitswelle überkam uns wir schliefen alle im Taxi ein. Wir drehten eine Runde durch die Stadt und kehrten auf einen Backfisch auf einem Restaurant-Boot ein. Anschließend betrachteten wir die Stadt von Oben im Riesenrad „Amber Sky„. Nachher gabs Eiswaffel und eine Runde am Hauptplatz. Eine Disco musste natürlich auch am Programm stehen und so waren wir im Bunkier, einem ehemaligen Luftschutzbunker. Mit dem Taxi gings  zurück auf den Campingplatz.

Am nächsten Morgen beschlossen wir in die Ostsee zu springen. Das war bei 13° Wassertemperatur ein kurzes aber intensives Vergnügen. Frühstückscroissants holten wir vom nahegelegenen Lidl Supermarkt. Gegen 09:30 brachen wir Richtung Deutschland auf.

Luft 23°C – Wasser 13°C

Am Weg machten wir am Straenrand bei der Bar Lezy halt, einem polnischer Weltenbummler der sich auf seine alten Tage wieder in Polen niedergelasssen hat und dort ein Parkplatz Cafe mit angeschlossener Wurzelholzschnitzerei betreibt. Es gab frische Räucherforelle und Bohnen/Hühnersuppe. Kurz vor der deutschen Grenze wurden wir noch von der Fähre überrascht, die dort gratis als Straßenverbindung dient.

Ückeritz – Usedom

Auf der Insel Usedom angekommen checkten wir im Seebad Ückeritz „Am Strand“ ein. Ein herrlicher Strandstrand samt Beach Bar Havanna mit Liveband und Cocktails. Abendessen waren wir im Strandcafe Utkieck. Hier gibt’s Heringe soviel man essen kann – Rekord liegt bei 26 Stück. Am nächsten morgen sprangen wir noch einmal in die Fluten und aßen Fischbrötchen am Strand. Um 12:00 verießen wir den Campingplatz Richtung Dresden.

Ostsee

Dresden

Brühlscher Garten in Dresden
Katholische Hofkirche Dresden

Schon beim Reinfahren nach Dresden waren wir überrascht. Das erwartete Verkehrschaos blieb völlig aus. An diesem Samstanachmittag waren jedenfalls sehr wenig Fahrzeuge unterwegs. Wir schlenderten zum Altmarkt. Hier war eine Bühne aufgebaut und es fand gerade der Christopher Street Day statt. Auf dem Weg dorthin lief uns auch noch eine Mädelspolterrunde über den Weg. Sehr entspannt, sehr chillig, das Flair dieser Stadt mit diesen riesigen Prachtbauten und Alleen. Im Elbe Biergarten aßen wir natürlich Currywurst.
Etwas außerhalb fanden wir noch einen Campingplatz für die letzte Nacht.

Campingplatz Wostra in Dresden

Prag

Nur 1,5 Autostunden entfernt von Dresden erreichten wir Prag, wo wir am Bahnhof noch einen Cappuccino genossen. Die Hektik und die Touristenmassen waren uns dann doch zuviel und wir beschlossen gleich nachhause zu fahren. Ein Schnitzerl im Franzosenhof in Wullowitz rundete unsere Europa-Durchquerung ab.

Ein paar Smartphone Fotos

Hard Facts

Gesamtdistanz:  2310 Kilometer
Gesamtverbrauch: 202,42 Liter
Gesamtdauer: 92 Stunden
Durchschnittsverbrauch: 8,76 Liter