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Frühling im Februar – ein Teneriffa Trip zu Zweit

Die Sonne spüren, wenns zuhause kalt ist. Diesen Wunsch wollten wir uns mal erfüllen.

Anreise mit der ÖBB und Wizz Air


Der Flughafentransfer mit dem ÖBB Railjet von St. Valentin zum Flughafen Wien ist ja ein sogenannter No-Brainer geworden. Aussteigen direkt am Flughafen, keine Parkgebühr bezahlen, CO2 sparen. So bequem wars noch nie. Um 10:49 Uhr bestiegen wir den ÖBB Railjet 549.
Ich wollte dieses Mal zettelfrei verreisen und hatte alle Tickets am Smartphone. Zugticket, Boardkarte, Mietwagenreservierung, alles in den entsprechenden Apps der Anbieter.

Flug mit Verspätung

Leider hatten wir am Flughafen Wien ein bisschen Pech mit dem Start. Wir standen 1,5 Stunden herum, weil die Passagierliste angeblich nicht übereinstimmte. Der Flug mit dem Airbus A321 der Wizz Air war dann aber toll und rumpelfrei.

Wir fassten aus: einen Peugeot 208!

Keine 10.000 km auf der Uhr. Farbe: Bianco. Und das Beste: Android Auto. Da hab ich schön geschaut. Ich wollte das Handy zum Laden anstecken, da hat es schon den Bildschirm aufs Autodisplay gespiegelt. Das macht Sinn. Keine eingebauten Navis mehr, die teuer, langsam und nicht aktuell sind, keine Schwarmintelligenz haben und nahezu durch die Bank unbedienbar sind, sonder einfach die vorhandenen Google-Ressourcen des Smartphones nutzt. Perfekt.

Jardin Tropical

Die Atlantikwellen klatschen manchmal so heftig auf die Küste dass man aus der Ferne glaubt es donnert.

Ausflug auf den Mars

Wir hatten am Vortag ein Online Ticket bei volcanoteide.com reserviert. Die Talstation auf Spaniens höchsten Berg liegt auf 2400m und die Seilbahn führt auf 3500m hinauf. An der Seilbahnstation angekommen, kam uns etwas „spanisch vor“. Ein geschlossener Ticketschalter und eine stillstehende Seilbahn. Ein Blick auf meinen Posteingang brachte die Erkenntnis: Seilbahn wegen zu starkem Wind geschlossen. Ticket wird refundiert.
Also machten wir am Rückweg noch ein paar Mal Halt um ein paar Fotos zu schießen. Die Lavalandschaft ist beeindruckend und es gibt immer wieder ein neues Plätzchen zu entdecken. Manchmal befindet man sich mitten in den Wolken. Manchmal schienen die Wolken wie Nebel auf den Lavageröllhalden zu liegen.

Los Gigantes

Nach 45min Autofahrt kamen wir nach Los Gigantes einer kleinen Küstenstadt am Rande eines hoch aufragenden Felsens.

Auditorio Santa Cruz

Ein Ausflug in die Hauptstadt der Insel musste unbedingt drin sein. Nach ca. einer Stunde Autobahnfahrt erreich man von Adeje aus die Hauptstadt Santa Cruz. Am Parkplatz vom Auditorio angekommen weist einem sofort ein Parkplatzwächter einen Parkplatz zu. Parkgebühr gibts keine – der Einweiser freut sich aber über Trinkgeld.
Das Auditorio ist ein Konzert- und Kongressaal und ähnelt ein bisschen mit seiner Architektur und der Lage am Meer an die Oper von Sydney.

Der Vorplatz zum Auitorio
Der Wellenbrecher vorm Auditorm besteht aus bemalten Steinen mit Künstlerportraits

Entdeckt hab ich Mozart und Joe Zawinul.

Schnittmodell vom Gebäude

Weiters gings den Berg rauf nach San Cristóbal de La Laguna. Einer Studentenstadt mit schönem alten Stadtkern. Hier steht eine schöne Basilika die wir besichtigten. Auch ein paar Souveniers kauften wir für unsere Familie noch ein.

Die Strandmeilen Restaurants (Touristenfallen)

An der Costa Adeje / Playa de Las Americas gibt es eine kilometerlange Touri-Meile an denen sich Strandshop neben Beach Bar reiht. Ein absoluter Top-Tipp ist das Restaurant Manía . Super Paella, guter Rioja und freundlich-lustiges Personal sind die Highlights.

Ein Tag am Pool

Am Mittwoch verbrachten wir den ganzen Tag am Pool. Wir schauten den Eidechsen an der Lavasteinmauer hinter uns zu, lasen, schauten Youtube, hörten soviel Musik wie schon lange nicht, nahmen einen Drink an der Bar und ich kürte meinen speziellen Reise-Song. Meine Aukey Bluetooth -InEars gebe ich sowieso nicht mehr her. Ich war lange ein Feind von Bluetooth und In-Ears aus vier Gründen:

  • Ich fand MP3s schon komprimiert genug. Da musste nicht auch noch die Bluetooth-Komprimierung dazukommen. Abhilfe schafft hier anscheinend der Apt-X Codec den die Aukeys beherrschen. Das ist ein Codec den Smartphone und Kopfhörer beherrschen müssen um das Signal möglichst verlustfrei zu übertragen. Ich bin heikel – und damit zufrieden.
  • Der Billig-Sound von China-Teilen. Die Zeiten, in denen nur Markenware von Sony, Beyerdynamic oder Panasonic gut klingt sind anscheinend vorbei. Oder meine Ohren werden mit dem Alter schlechter. Top Sound jedenfalls in Höhen und Tiefen.
  • Die Körperschallgeräusche , die beim Berühren des Kabels ins Ohr übertragen werden und die Musik stören. Dies ist bei den Aukeys auch überhaupt kein Thema mehr.
  • Die Akkulaufzeit: Ein Tag am Meer ist kein Problem. Ich habs nicht gestoppt, aber einen Tag kommt man damit locker durch. Herstellerangabe sind 8h.
Direkt über dem Meer am Meerwasserpool

Mein Reise-Song

Ich hatte im Flugzeug und am Meer wieder mal Zeit Musik zu hören und bin auf einen grandiosen Song gestoßen: Halsey – Without Me. In der Coverversion von Andie Case und Mike Tompkins.

Die Originalversion von Halsey ist gar nicht mal so super weil ich die Chipmunks Piepsstimme nicht mag.

Souveniers und Sundowner

Die letzten Mitbringsel für die Lieben zuhause kauften wir im San Eugenio Shopping Center – einem Touri-Shopping Palast sondergleichen. In den Vitrinen stürmen sich sündteure Spiegelreflexkameras und Bluetoothboxen mit JBL Logo. Zumindest Zweiteres war so offensichtlich gefälscht, mich wunderts, das sowas überhaupt erlaubt ist.
Den Sonnenuntergang schauten wir uns von der Bar Meat Flavour Farmer aus an. Generell schwankt der Bierpreis von EUR 1,- bis EUR 5,- an der Strandpromenade. Ich denke das hat auch mit der chinesifizierung der Restaurants zu tun. Manche Bars und Cafes werden anscheinend von Chinesen betrieben und bieten absolute Dumping-Preise an.

Blogging like a Boss

Super Hafenkneipe

La Gran Paella Valenciana liegt zwischen unserem Hotel Jardin Tropical und dem Hafen Colon. Hier bekommt man super Fisch in allen Variationen. Die Speisekarte mit den ausgeblichenen Speisefotos sollte man ignorieren, die Qualität ist super und auch sehr reichlich.

Das schönste Bergdorf Teneriffas

Wir starteten unser Mietauto und düsten Richtung Norden los. Ersten Stopp machten wir in Arguayo einem verschlafenen Nest in den Bergen. Weiter gings nach Santiago del Teide wo wir eine Runde herumspazierten. Wir beschlossen die Strecke nach Masca zu fahren, dem angeblich schönsten Bergdorf der Insel. Die Straße dorthin ist nur 5 km lang aber sehr abenteuerlich. Zwei Kleinwagen gehen mit Bauchweh aneinader vorbei, kommt ein Bus entgegen, muss man schon mal ein paar Meter zurückschieben. Belohnt wird man aber mit einem gewaltigen Ausblick auf die Berge und das Meer. Am Aussichtspunkt Mirador de la Cruz de Hilda kauften wir uns einen Kaffee und am Rückweg hatten wir in Masca das Glück auf unserer Seite und ergattern den letzten freien Parkplatz.

Fisch im Las Rocas

Zu unserem Hotel dazu gehört das Fischrestaurant Las Rocas. Es ist auf einen Felsen gebaut und man hat das Gefühl man schwebt über dem Meer.

Mein Reise-Equipment

Reise Equipment Smartphone Huawei
Leichtes Gepäck
  • Smartphone: Huawei P20 Pro
  • Systemkamera: Panasonic Lumix DMC-LX100 II
  • Stativ: Blitzwolf Selfiestange
  • Bildbearbeitung: VSCO App
  • Powerbank: Anker PowerCore 5000
  • Notebook: Microsoft Surface Pro 4
  • Multitool: Gerber Dime
  • Shades: Ray Ban Wayfarer
Jardin Tropical – Costa Adeje

Nahezu unbenutzt lag die Panasonic im Hotelzimmer.
Alle Fotos mit dem HUAWEI P20 Pro und VSCO App.

Michael Heigl ist Betreiber des Blogs "Brainsonic". Er lebt in St. Valentin / Niederösterreich und berichtet über seine Stadt, Fotografie und Musik.