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Livestream Erfahrungssammlung

Ich hab nun den fünften Multikamera Livestream hinter mir und möchte meine Erfahrungen festhalten.

Der erste Versuch in der Pfarrkirche Erla

Die installierte Kirchenanlage ist empfindlich auf Computernetzteile. Sobald ein PC im Selben Stromnetz eingeschaltet wird, ertönt ein furchtbar lautes Rauschen über die Kirchenanlage. Wir haben dies nur temporär gelöst, indem wir die Kirchen-PA abgeschaltet haben und eine eigene PA verwendet haben.

Die Logitech C920 Webcam eignet sich für Videokonferenzen, aber für einen fernsehartigen Livestream ist die Qualität einfach zu schlecht.

In der Kirche in Erla ist kein Mobilfunkempfang. Der Hot Router musste außen vor der Kirche aufgestellt werden um die notwendigen 5-6MBit/s Upload zu erreichen.

Die Firmung in St. Valentin

Ich war nur für das Streamen auf Youtube verantwortlich und hab ein fertig gemischtes HDMI SIgnal von Bernie Leyer / Skyline erhalten.
Die Uploadrate passt und der Router konnte innerhalb der Kirche gleich neben dem PC aufgestellt werden.

St. Pantaleon

Kein Mobilfunkempfang. In einer Hau-Ruck Aktion haben wir auf einem A1 Handy einen Hotspot eingerichtet. Der Upload war dennoch mies und so musste die Bitrate des Streams auf 1500kbs reduziert werden um einen unterbrechungsfreien Stream zu gewährleisten.

Hier filmten wir mit 3 Panasonic Videokameras die alle per HDMI USB Grabber in den PC geführt wurden. Den Sound machte ein Zoom H2n im 4Kanal Modus das auf Ohrenhöhe in der ersten Bankreihe aufgestellt war.
Das wird mein bevorzugtes Audiosetup: unkompliziert und kristallklarer Sound.

Ernsthofen

Das erste Mal hatte ich die Gelegenheit meine Smartphone-Lösung auszuprobieren. Hier hatte ich folgendes Setup in Verwendung:

  • Xiaomi Mi A2 Lite auf dem Chor
  • Huawei P20 Pro am Ambo
  • Poco X3 NFC am Altar
  • Sony Alpha 6400 + Sony 18-135mm Objektiv als Backup bzw. „Totale“

Auf den Smartphones läuft die App „IP Webcam“. Diese App verwendet die Kamera des Smartphones, erstellt auf dem Smartphone einen Server und von diesem lässt sich das Bildsignal per IP Adresse abgreifen.
Alle Smartphones sind per Wifi mit einem Hot ZTE Router verbunden. Der Router ist mit einem Netzwerkkabel am PC angeschlossen. Auf diesem PC läuft die Software OBS. In OBS werden die Streams der Handkameras eingebunden und Szenen erstellt, zwischen denen sich leicht umschalten lässt. Die Software OBS erstellt nun einen Videostream der an Youtube gesendet wird. Gleichzeitig zeichnet OBS ein Video in guter Qualität (besser als der Stream auf).
Hier die Einstellungen:
Stream: 4500 kbs, Encoding: fast, CPU Rendering
Aufnahme: ununterscheidbare Qualität, GPU Rendering.

Dies ist die absolut kostengünstigste und unaufwendigste Variante aller bisherigen Lösungen. Die Qualität der Handykameras reicht völlig aus und ist einigen Fällen sogar besser als dezidierte Videokameras.

DCIM100GOPROGOPR0175.JPG

Mir gefällt auch, daß das gesamte Setup nicht „aufträgt“ und so dezent wie möglich sich im „Hintergrund“ versteckt. Keine herumlaufende Kameramänner stören das Bild.

Langenhart

Die Woche darauf streamten wir aus der Pfarrkirche Langenhart. Selbes Setup wie in Ernsthofen. Eine Herausforderung ist die Größe der Kirche. Hier lange Kabel zu verlegen ist wegen der Leitungslängen nicht möglich. Auch der Ton ist schwierig, aber das Zoom H2n hat das gut gemeistert.